Ein kleiner Beitrag zur Aufklärung!
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Morbus Ormond: Behandlung und persönliche Erfahrungen
Die Behandlung von Morbus Ormond richtet sich nach dem Verlauf der Erkrankung und den betroffenen Organen. Ziel ist es, die Entzündung zu bremsen, Beschwerden zu lindern und Organschäden möglichst zu verhindern.
Häufig kommen zunächst Glukokortikoide zum Einsatz, umgangssprachlich als „Cortison“ bezeichnet. Je nach Krankheitsverlauf können weitere Medikamente wie Azathioprin, Methotrexat oder Mycophenolat-Mofetil eingesetzt werden. Letzteres ist unter anderem unter dem Handelsnamen CellCept bekannt und wird auch in der Transplantationsmedizin verwendet. Tamoxifen wurde ebenfalls zur Behandlung untersucht, gehört jedoch nicht zu den klassischen Immunsuppressiva. Welche Therapie geeignet ist, entscheidet das behandelnde Fachteam. Informationen zur Behandlung
Bei manchen Betroffenen lässt sich die Erkrankung deutlich zurückdrängen. Rückfälle sind jedoch möglich, weshalb regelmäßige Kontrollen wichtig bleiben. Werden die Harnleiter eingeengt und der Urinabfluss behindert, können zusätzlich urologische Maßnahmen notwendig sein. Krankheitsverlauf und Behandlung
Meine Erfahrungen mit Medikamenten
Zu meiner Behandlung gehören beziehungsweise gehörten Cortison und Azathioprin. Gegen Schmerzen wurden mir Oxycodon sowie bei Bedarf weitere Schmerzmittel verordnet. Außerdem nehme ich Omeprazol zur Verringerung der Magensäure ein.
Diese Behandlung hat mir geholfen, im Alltag besser mit der Erkrankung zurechtzukommen. Meine Erfahrungen lassen sich allerdings nicht auf alle Betroffenen übertragen. Auswahl und Dosierung der Medikamente müssen individuell ärztlich abgestimmt werden.
Oxycodon ist ein starkes opioidhaltiges Schmerzmittel. Es kann unter anderem Verstopfung, Übelkeit und Müdigkeit verursachen. Auch körperliche Abhängigkeit und eine Suchterkrankung sind möglich. Änderungen der Dosis oder ein Absetzen sollten deshalb mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Informationen zu Oxycodon
Meine Erfahrungen mit Cannabis
Im Jahr 2019 wurde bei mir Cannabis zur Schmerztherapie eingesetzt. Leider habe ich es nicht vertragen: Während der Behandlung entwickelte ich eine schwere Psychose und musste stationär behandelt werden. In der Klinik erhielt ich Medikamente zur Behandlung der psychischen Beschwerden. Es dauerte etwa zwei Monate, bis die Symptome langsam nachließen und es mir wieder besser ging.
Cannabis kann bei manchen Menschen psychotische Beschwerden auslösen oder verstärken. Ob eine Behandlung infrage kommt, muss ärztlich geprüft werden. Dabei sollten insbesondere frühere psychische Erkrankungen berücksichtigt werden. Informationen zu medizinischem Cannabis
Warnzeichen können beispielsweise Verfolgungsgefühle, das Hören von Stimmen oder das Sehen von Dingen sein, die andere Menschen nicht wahrnehmen. Treten solche Beschwerden auf, sollte unverzüglich ärztliche Hilfe gesucht werden. Bei akuter Gefahr ist der Notruf 112 richtig.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es sein kann, solche Veränderungen selbst zu erkennen. Deshalb können Partner, Angehörige oder andere vertraute Menschen eine wichtige Unterstützung sein.
Die psychischen Folgen und mein weiterer Verlauf
2021 erlebte ich erneut eine schwere psychische Krise, diesmal mit einer manischen Episode. Bei mir äußerte sich diese vor allem durch eine starke Selbstüberschätzung und unrealistische Vorstellungen von meinen Fähigkeiten und finanziellen Möglichkeiten. Ich hielt mich beispielsweise für einen Professor und Arzt, obwohl ich kein entsprechendes Studium abgeschlossen hatte.
Was sich für mich damals teilweise angenehm anfühlte, war für mein Umfeld sehr belastend. Eine Manie kann auch zu riskanten Entscheidungen führen, etwa beim Umgang mit Geld. Die Beschwerden unterscheiden sich von Mensch zu Mensch; auch psychotische Symptome können während einer Manie auftreten. Informationen zu Manie und psychotischen Symptomen
Bei mir wurde außerdem ein Vitamin-B6-Mangel festgestellt und behandelt. Mein damaliger Arzt vermutete einen Zusammenhang mit meinen Beschwerden. Ob und in welchem Umfang der Mangel dabei eine Rolle spielte, kann ich selbst nicht beurteilen.
Nach der manischen Episode folgte eine schwere Depression, die mich lange belastet hat. Quetiapin hat mir nach meiner persönlichen Erfahrung geholfen. Die weitere Einnahme und mögliche Änderungen der Dosierung bespreche ich mit meinem behandelnden Arzt.
Zusätzlich nehme ich verschiedene Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel ein. Ich habe den Eindruck, dass ich mich damit fitter und ausgeglichener fühle. Das ist meine persönliche Wahrnehmung und keine allgemeine Empfehlung. Auch solche Präparate sollten mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.
Mein Wunsch an andere Betroffene
Ich wünsche allen Betroffenen, dass ihre Beschwerden nachlassen und die Behandlung ihnen hilft, wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen. Mir ist wichtig, anderen Mut zu machen: Sucht euch Unterstützung und sprecht offen über körperliche und psychische Belastungen.
Ich hoffe, dass eure Erkrankung zur Ruhe kommt und ihr euren Alltag wieder mit mehr Zuversicht gestalten könnt.
Euer Thomas Budenhofer


Symptomatik

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15.08.2021, 14:58

Auswirkungen der Krankheit!

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